Übertragungswege bei HIV


HIV ist schwer übertragbar. Blut, Sperma, Vaginalflüssigkeit und Muttermilch enthalten ausreichende Konzentrationen von HI-Viren, um eine Infektion zu ermöglichen. HIV muss direkt oder indirekt Körper gelangen. Auf direktem Weg erfolgt die Übertragung durch Blutkontakt z.B. bei intravenösem Drogengebrauch. Hier gelangt infektiöses Blut z.B. aus der Spitze direkt in die Blutbahn. Der indirekte Weg erfolgt über Schleimhäute bei Kontakt mit infektiösen Körperflüssigkeiten.

 

Werden Medikamente gegen HIV eingenommen, reduzieren diese die Konzentration in allen Körperflüssigkeiten so erheblich, dass zumindest eine Infektion auf sexuellem Weg extrem unwahrscheinlich wird. Bisher gab es noch keinen dokumentierten Fall, bei dem eine HIV-Infektion auf diesem Weg nachgewiesen werden konnte. Ob bei intravenösem Blut-zu-Blut-Kontakt eine Infektion mit HIV unter wirksamer Therapie ebenfalls als unwahrscheinlich eingestuft werden kann, ist zur Zeit noch nicht bekannt. HIV-positiven Müttern mit erfolgreicher HIV-Therapie wird derzeit vom Stillen abgeraten.

 

Nach einer Risikosituation (z.B. einem geplatzten Kondom mit einem Sexualpartner, mit erhöhter Viruslast) so schnell wie möglich, spätestens aber innerhalb von 72 Stunden, beraten zu lassen und ggf. eine Postexpositionsprophylaxe (PEP) einleiten. Bei der PEP werden gleich nach einem Risiko Medikamente gegen HIV gegeben. Zu dieser frühen Zeit kann dann noch verhindert werden, dass sich HIV nicht dauerhaft im Körper einnisten kann.

 

Die Aids-Hilfe in Deiner Stadt oder Region hilft Dir, die geeignete Beratungsstelle zu finden.